Informationen für HI Familien zur COVID-19-Pandemie

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Da die globale COVID-19-Pandemie unser tägliches Leben verändert, stellt Kongenitaler Hyperinsulinismus e.V. der HI-Gemeinschaft Informationen zur Verfügung.

 

An dieser Stelle möchten wir darüber informieren wie sich die COVID-19-Pandemie auf Kinder mit HI auswirken könnte. Wir haben uns an einige führende Spezialisten gewandt, um diese Frage zu beantworten. Bitte denken Sie beim Lesen ihrer Antworten daran, dass die Informationen über das Virus sich fortlaufend ändern, und diese Informationen basieren auf dem Stand vom 19. März 2020.

 

Hier stellen wir  Informationen von führenden Spezialisten über COVID-19 und die HI-Gemeinschaft zur Verfügung, einschließlich einer Sammlung von Links zu weiteren Informationen.

 

  1. Im Allgemeinen ist davon auszugehen, dass Menschen durch einen HI kein erhöhtes Risiko haben, an COVID-19 zu erkranken. Gleichermaßen ist davon auszugehen, dass der HI keinen Risikofaktor für einen schwereren Verlauf von COVID-19 darstellt. Außerdem weisen Kinder generell häufig sehr milde oder asymptomatische Verläufe von COVID-19 auf, dies ist auch für Kinder mit HI anzunehmen.
  2. Eine Ausnahme bilden diejenigen Kinder, die eine signifikante neurologische Beeinträchtigung haben, und die z.B. aufgrund chronischer Aspiration oder andere nicht durch HI bedingte Lungenprobleme haben, was das Risiko für einen schweren Verlauf erhöhen würde, wenn sie COVID-19 bekommen würden.
  3. Darüber hinaus haben einige Kinder auch andere Erkrankungen, sind von syndromalen Störungen betroffen oder haben andere, komplexe medizinische Probleme. Die Eltern dieser Kinder sollten mit ihren Spezialisten sprechen, wenn sie Bedenken haben.
  4. COVID-19 wird normalerweise nicht mit ausgeprägten gastrointestinalen Symptomen in Verbindung gebracht, und wenn ein Kind COVID-19 bekommt, sollte es meist in der Lage sein, weiter zu essen und zu trinken und im häuslichen Setting versorgt zu werden. Wenn durch den Infekt und insbesondere Fieberphasen das Ess-/Trinkverhalten beeinträchtigt sein sollte, ist häufig eine großzügige Gabe von Paracetamol hilfreich für Appetit bzw. Nahrungs-/Flüssigkeitsaufnahme (teils auch unabhängig vom Fieber!). Allerdings verursacht jedes Virus manchmal Veränderungen der typischen Blutzuckerwerte für Kinder mit HI, weshalb Präventivmaßnahmen zur Infektionsvermeidung und regelmäßige Blutzuckermessungen während einer Infektion wichtig sind.
  5. Es wird empfohlen, die jeweils geltenden Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und des RKI zu befolgen.
  6. Kinder mit HI sollen, wie jedes Kind mit grippeähnlichen Symptomen nach den jeweils gültigen Empfehlungen des RKI behandelt werden. Die Grunderkrankung HI sollte im Allgemeinen keinen Anlass zu einem abweichenden Vorgehen bedeuten. Auch bei Kindern mit HI sollte die Indikation zur stationären Behandlung gerade in dieser Situation eher zurückhaltend und nur in Absprache mit ihren Spezialisten gestellt werden. Bei akuten, schweren klinisch symptomatischen Unterzuckerungen sollte, wie sonst auch die stationäre Aufnahme in der nächsten Kinderklinik erfolgen. Alle Eltern, die Fragen oder Bedenken bezüglich der Gesundheit ihres Kindes haben, sollten sich direkt an ihre Betreuer wenden.

Wir empfehlen auch den Besuch der Webseiten der Gesundheitsbehörden und des RKI. Nachstehend finden Sie Links zu diesen ausgezeichneten Ressourcen sowie weitere Links zu anderen hilfreichen Webseiten, die Informationen über COVID-19 bieten.

 

Diese Informationen haben wir mit unseren HI-Experten Dr. Sebastian Kummer (UKD-Düsseldorf) und Dr. Oliver Blankenstein (Charité Berlin) abgestimmt um die Richtigkeit unserer Aussagen zu unterstützen. Bei den Ärzten und bei CHI-International bedanken wir uns für die Vorlagen und Zusammenarbeit.

Wir halten euch auch dem Laufenden. Bleibt gesund und zuversichtlich.

Euer Vorstand